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Ladenatelier



In dieser Rubrik stellen wir dir unsere Monatsweine und unsere Künstler des Monats vor. Die Monatsweine und die Kunst sind nur bei uns im Shop in Windisch erhältlich.

Unser nächster Event: Am 01.06.2017 begrüssen wir euch von 17:30 bis 20:30 zum Winetasting mit Adrian van Velsen von vvWine und mit Pigmentmalerei von Madeleine Schifferle und Stefan Muntwyler





Wein des Monats - Juni 2017


Mora & Memo “Nau”, Canonau di Sardegna 2015 , Italien

Dunkles Purpurrot, jugendliche Glanz. In der Nase sehr fruchtbetont, viele Bromeeren, Pflaumen, dunkle Kirschen, dahinter auch reife Himbeeren, Bittermandeln und getrocknete Kräuter, dazu eine leicht fleischige Note, gute bis sehr gute Komplexität. Am Gaumen fruchtbetont, sehr weiches Tannin rote Kirschen, Heidelbeeren, Lakritze, gestützt von einer milden, gut integrierten Säure. Im Abgang von mittlerer Länge endet auf getrocknete Kräuter. Ein sehr zugänglicher Canonau der trotz Rubensflasche zu Pizza, Pasta oder Fleischgerichten eine gute Figur macht. 17.5 vvPunkte (88/100).



Covela Avesso, Vinho Verde DOC 2015, Portugal

Blasses Gelb, grünliche Reflexe.In der Nase blumig und frisch, Lindenblüten, Gräser, Heu, Zitrusnoten, grüner Apfel, dahinter eine steinige Mineralik, gute Komplexität. Am Gaumen fruchtbetonter Auftakt, deutlich Zitrusfrüchte, weisser Pfirsich und Apfel, die Säure ist markant doch gut eingebunden, im Abgang von sehr schöner Länge, endet angenehm salzig. Dieser Vinho Verde weckt Kindheitserinnerungen; nicht dass ich ihn damals selber getrunken hätte... Doch das Strahlen in den Augen meiner Eltern, während lauen Sommernächten, bei Fado und Vinho Verde werde ich nie vergessen. Jetzt bis 2019 kühl geniessen, 17 vvPunkte (86/100).





KünstlerIn im Juni 2017: Madeleine Schifferle / Stefan Muntwyler

Die drei Farben bilden in Indien seit der Antike bis heute einen zentralen Dreiklang. Stefan Muntwyler verwendet Pigmente und Farbstoffe in Ihrer Reinheit, unvermischt und monochrom. www.stefanmuntwyler-pigmente.ch

Die Werke von Madeleine Schifferle entstehen aus Pigmenten, Papier, Zeitungen und Acryl. Die Farbpigmente stammen vor allem aus Italien und anderen Mittelmeerländern und auch aus der Schweiz.


Safran | Purpur | Indigo





Wein des Monats - Mai 2017


Château de Fosse Sèche, Eolithe 2014


Mittleres Rubin, aufgehellter Rand. Die Nase ein Archetyp eines Loire-Rotweines auf Basis von Cabernet Franc, steinig, mineralisch, würzig, dahinter Himbeeren, Erdbeeren auf Stroh, getrocknete Blumen, Veilchen, Räucherspeck, ätherische Öle, sehr komplex. Am Gaumen frisch und saftig im Auftakt, rotfruchtige Aromen, Kirschen, gestützt von deutlich Gerbstoff und einer saftigen Säure, am mittleren Gaumen etwas krautig, strukturiert, dicht aber nicht schwer. Im Abgang von sehr guter Länge, endet würzig und frisch auf eine Kirschnote. Ein Cabernet Franc wie aus dem Bilderbuch, charaktervoll eigenständig, wild und doch kontrolliert, ein Traceur – le Parkour lässt grüssen.


Alsace Riesling "K", Domaine Paul Kubler 2014


Goldgelb, jugendlicher Glanz. Sehr intensive und gleichzeitig tiefe Nase, Zitrusfrüchte, Apfel, Pfirsich, Rauch, steinig-kühle Mineralik, viel Würzigkeit, sehr gute Komplexität. Straffer, säurebetonter Gaumen, nervig, klar, geradlinig, frisch, die Frucht erinnert an einen grünen Apfel, dahinter Zitrusaromen, Grapefruit, sehr gute Struktur, ungemein lebhaft, saftig und mit viel Spannung. Im Abgang langanhaltend und sehr ausgewogen. Ein enorm trinkanimierender Riesling mit Klasse, macht als Solist eine gute Falle, begleitet aber auch sehr gut Spargel-, Fisch oder Geflügelgerichte. 2017-2023, 18 vvPunkte, (90/100)





KünstlerIn im Mai 2017: Elke Egli / Stephan Egli

"Wir fotografieren, weil wir so die Augen offen halten für die Vielfalt unserer Welt. Dabei begeistern uns gleichermassen die Wunder in der Natur wie auch die vielfarbige Lebhaftigkeit in den Städten."










Wein des Monats - April 2017
 

Las Tierras de Javier Rodriquez 2014, Vino de Pueblo, Toro

Kräftiges, dichtes Rubinrot. Angenehm tiefe, leicht rauchige Nase, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen, schwarze Johannisbeeren und Tabaknoten verweben sich, dazu schwingt ein Hauch Puderzucker mit, keinerlei Holzdominanz, gute bis sehr gute Komplexität. Am Gaumen weich und zugänglich, sehr geschmeidig, feinste Gerbstoffe umgarnen die Zunge, dahinter zeigt sich eine reife Frucht, wieder deutlich dunkle Beeren sowie etwas Süssholz. Der Wein ist strukturiert, verfügt über eine gut integrierte Säure, viel Kraft, wirkt dabei aber nicht breit sondern erstaunlich elegant. Im Abgang angenehm lang, endet auf dunkle Johannisbeeren und Tabak. Das ist ein unkomplizierter aber nicht banaler Tischgenosse der für fast jede Gelegenheit passend ist. Jetzt bis 2025 geniessen. 17.5 vvPunkte, (89/100)




Deidesheimer Paradiesgarten 2015, von Winning, Riesling

Helles Gelb, direkt nach dem Öffnen leicht prickelnd. Die Nase ist feinduftig und filigran, sie zeigt viele weisse Blüten, Holunder, Honig und Zitrusfrüchte, eine dezente Würzigkeit schwingt mit, unterlegt von einer ungemein spannungsvollen Mineralität, sehr gute Komplexität. Der Gaumen präsentiert sich füllig und dennoch knackig frisch, das warme Jahr 2015 verleiht dem Wein etwas mehr Schmelz als dem 2014er, die cremige Textur schmeichelt den Gaumen, der Wein bleibt aber trotz der Dichte sehr elegant. Da sind Noten von Grapefruit, Pfirsich und Apfel, gestützt durch eine saftige Säure, eine sehr gute Struktur. Auch dieser 2015er ist ein Hit, ein aromatischer Frühlingsblumenstrauss der tänzerisch leicht über die Wiese hüpft. Genussbereit ab sofort, doch auch mit sehr gutem Lagerpotential. Ideal als Aperitif oder Begleiter von frühlingshaft leichten Speisen. 18 vvPunkte (90/100). Jetzt bis 2025.





Teppich-Kunst im April 2017 von Marlyse Flückiger

Kilim me softly nennt sich das neue Schweizer Teppichlabel von Marlyse Flückiger, die auf ihren Reisen durch (Nomaden-)Länder ihre Liebe zu antiken Kelims und anderen Vintageteppichen entdeckt hat. Fasziniert von deren Materialität und Farbenvielfalt, bietet sie bei loveistheanswer.ch ausgesuchte und einzigartige Stücke dieser Handwerkskunst an. kilimmesoftly.ch










Wein des Monats - März 2017



iNopia Rouge 2014, Vin du pay du Vaucluse, Rotem & Mounir Saouma


Kräftiges Rubin, jugendlicher Glanz. Tiefe und komplexe Nase, einerseits fruchtbetont mit dunklen Beeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren,dann aber auch Rauch, Leder, würzige Komponenten, sehr viel Spannung. Weicher Gaumenauftakt, ungemein knackige Frucht, auch hier sind viele rote und dunkle Beeren im Spiel, werden gestützt durch eine saftige Säure sowie fein gewobene Gerbstoffe, der Alkohol ist sehr gut eingebunden, grossartige Balance und keinerlei südliche Schwere. Im Abgang von sehr guter Länge. Hier sind Kraft und Finesse perfekt vereint. Wer die Lucien Le Moine Weine kennt, erkennt sofort die Handschrift von Saouma. Die Trauben für diesen Wein stammen aus sehr guten Parzellen bei Pignan im Châteauneuf-du-Pape. Ein „Noch-Geheimtipp“ mit einem sensationellen Preis/Leistungsverhältnis. Assemblage aus den Sorten Grenache, Mourvèdre, Syrah, Cinsault und Counoise. Jetzt bis 2025 geniessen, 18 vvPunkte (91/100)






Merdinger Grauburgunder 2015, Weingut Jürgen von der Mark


Helles Gelb, weisslicher Rand. Feinduftige Nase, floral mit Aromen von Gräsern, weissen Blüten sowie Noten von Birne, Grapefruit und Gletscher-Zältli, gute Komplexität. Am Gaumen sehr fruchtbetont und weich im Auftakt, die rosa Grapefruit wiederholt sich, dazu gesellen sich Zitronen sowie eine dezente Würzigkeit, der Wein zeigt trotz lediglich 13% Alkohol erstaunlich viel Körper und einen angenehmen Schmelz, wird balanciert durch eine frische und saftige Säure. Im Abgang von guter Länge, endet stimmig auf eine feine Bitternote. Ein zugänglicher und unkomplizierter Weisswein der sowohl als Aperitif oder als Begleiter einer Käseplatte oder Geflügelgerichten eingesetzt werden kann. Jung und kühl geniessen. 100% Grauburgunder, geniessen 2017-2020, 17.5vvPunkte (88/100)






Künstlerinnen-Duo im März 2017: Kathrin Siebenhaar / Jacqueline Weiss

Unsere Fotografien entstehen mit selbstgebauten Lochkameras. Ohne Linse wird eine präzise, optische Abbildung erzeugt. Durch lange Belichtungszeiten ergeben sich Protokolle der Langsamkeit und des Stillstandes. Die Bilder zeigen mögliche Wirklichkeiten, erinnern an Vergangenes und halten Augenblicke in eigenartiger Weise fest. Das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit mit Fokus auf der Liebe zum tiefen Schwarz, zu malerischen Grautönen und zu einem Leuchten aus der Tiefe fasziniert uns immer und immer wieder. siebenhaar-weiss.ch








Wein des Monats - Feburar 2017


Tenuta delle Terre Nere 2015, Etna Rosso, Sizilien

Strahlendes Rubinrot, leicht aufgehellter Rand. Die Nase ist direkt nach dem Öffnen sehr zugänglich, fruchtbetont, feinduftig. Da sind intensive Himbeernoten, dazu Sauerkirschen, florale Aromen, die an Veilchen erinnern, würzige Komponenten, sehr schöne Komplexität. Am Gaumen fruchtbetont und straff im Auftakt, zu den Himbeeren und Sauerkirschen gesellen sich Noten von Erdbeeren sowie eine anregende Würzigkeit dazu, sehr präzise, saftig und frisch, mit solider Struktur, markanten doch feinen Gerbstoffen und einer stützenden Säure. Im Abgang langanhaltend. Ein ungemein eleganter Rotwein, der auf den ersten Blick aufgrund seiner fruchtigen Art etwas unterschätzt werden könnte, doch ganz und gar nicht harmlos daherkommt, sondern viel Charakter zeigt. (95% Nerello Mascalese, 5% Nerello Cappuccio) 2017-2025, 18vvPunkte (90/100)


Tenuta delle Terre Nere 2015 , Etna Bianco, Sizilien


Mittleres Gelb, strahlender Glanz. Kräftige, würzige Nase, tief, mineralisch und floral, getrocknete Blumen, Stroh, Feuerstein, Zitrone und weisser Pfirsich, sehr gute Komplexität. Am Gaumen weich im Auftakt, einiges an Schmelz, sehr saftige Frucht, wieder Zitrone, auch Anflüge von Mandarinen, die Säure ist knackig, verleiht dem Wein eine solide Struktur. Im Abgang langanhaltend, würzig und ungemein frisch, endet stimmig auf Zitronenaromen. Auch dieser jüngste Jahrgang von der Tenuta delle Terre Nere mag voll und ganz zu überzeugen. Hier gehen Dichte und Kraft Hand in Hand mit einer bestechenden Eleganz. Die Leichtigkeit des Seins – oder eher des Weins? (Assemblage aus den autochtonen Sorten Carricante, Catarratto, Inzolia, Grecanico, Minnella). Jetzt bis 2021 geniessen. 18 vvPunkte (91/100).





Künstlerin im Februar 2017: Ursula Ingold-Straub 

"Das Arbeiten mit Ton begleitet mich seit Jahren und ist für mich eine meditative Tätigkeit. Die Gefässe und Objekte modelliere ich von Hand. Meine erste Begegnung mit Raku, einer japanischen Technik des Brennens, hat mich so fasziniert, dass ich mich darauf eingelassen habe und seither vor allem in dieser Technik arbeite. Meine Raku-Arbeiten werden in einem holzbefeuerten Ofen gebrannt."

Atelier filz & keramik, Vorstadt 5, 5200 Brugg, 079 683 72 81, ursulaingold@bluewin.ch








Wein des Monats - Dezember 2016


Domaine de Valmengaux 2011, AC Bordeaux

Kräftiges Bordeauxrot, am Rand mit violetten Reflexen. Die Nase ist sehr kräftig, fruchtbetont und feinduftig, da ist ein ganzes Körbchen mit roten, reifen Kirschen, dazu eine feine Sahnenote die auf einen gewissen Merlot-Anteil schliessen lässt, dazu getrocknete Rosen und eine feine Würze, komplex ohne zu überfordern. Am Gaumen wieder sehr fruchtbetonter Auftakt, anfangs fast harmlos, doch dann breitet sich der Wein aus, zeigt seine Zähne, neben dunklen Kirschen kommen Waldfrüchte und etwas schwarze Johannisbeere dazu, die Frucht wird durch eine sehr gute Struktur getragen, die Gerbstoffe sind markant aber nicht zu dominant, eine gut integrierte Säure macht den Wein ungemein saftig und frisch. Im Abgang von sehr guter Länge, endet auf saftige Kirschen. Das ist ein knackiger, sehr frischer und bereits zugänglicher Bordeaux der zu vielen Speisen eine mehr als gute Falle macht. Er ist ein sehr guter Beweis, dass feine Bordeaux-Weine nicht immer auch sehr teuer sein müssen. Jetzt bis 2024 geniessen, 17.5 vvPunkte (88/100) Wir haben auch ein paar Flaschen des 2010ers an Lager. Dieser zeigt sich in der Nase noch etwas komplexer mit zusätzlich Aromen von Brombeeren und viel schwarzer Johannisbeere sowie Anflüge von Rauch. Am Gaumen ist der 2010er deutlich kräftiger strukturiert, noch etwas jugendlich und ungestüm aber auch mit mehr Komplexität und Reserven. 2017-2028 geniessen, 18 vvPunkte (90/100). Warum also nicht gleich beide kaufen und selber vergleichen? (85 % Merlot, 10 % Cabernet Franc, 5 % Cabernet Sauvignon)


2014, Château de Fosse Sèche, Arcane, Saumur AOC


Kräftiges Goldgelb, schöner Glanz, eine fast schon ölige Konsistenz. In der Nase Düfte die an Birnenkuchen, Honig, Stroh und gedörrte Aprikosen erinnern, ganz dezent auch Zimtstengel, weisse Blüten, sehr gute Komplexität. Am Gaumen im Auftakt weich und füllig, viel Schmelz aber überhaupt nicht schwer, feine, saftige Frucht, wieder Aromen von Aprikosen, dazu weisse Birne, Blütenhonig, viele Zitrusfrüchte, dazu eine noble Bitternote die an geraffelte Zitronenschalen erinnert, und etwas grüne Tomate. Die lediglich 12% Alkohol sind perfekt eingebunden, die Säure ist markant aber reif, verleiht dem Wein eine sehr solide Struktur. Bezüglich Ausgewogenheit ein Hit. Im Abgang von mittlerer Länge, endet leicht salzig, hat Reserven. Das ist ein hervorragender Nachfolgejahrgang zu den bereits mehrmals verkosteten 2013er Arcane-Weinen von Château de Fosse-Sèche. Dieser Weisswein leistet das, was gerade die Loire-Weine so gut können: sie bieten ausserordentlich viel Trinkspass für erfreulich wenig Geld. Sie repräsentieren ihr Terroir, sind steinig, mineralisch, ehrlich und bekömmlich. Kurz: schnörkellos schön! Der Arcane 2014 eignet sich als Aperitif-Wein, spielt aber seine ganzen Qualitäten erst als Essbegleiter so richtig aus. Jetzt bis 2022, kühl aber nicht zu kalt servieren. 18 vvPunkte, (90/100). 100% Chenin Blanc





Künstlerin im Dezember 2016: Silvia Hintermann-Huser

"Meine Arbeiten kreisen um Themen des Flüchtigen. Räume verändern und öffnen sich. Fundamente werden zu Zeichen. Schichten und Klänge entstehen, oder sie werden sorgsam freigelegt. Hinter den durchlässigen Dingen erscheinen neue alte Erinnerungen. Landschaft wird zu Rhythmus, zu Zeichnung. Ich male mit Licht, zeichne mit dem Pinsel. Grenzen lösen sich auf, alles bleibt im Fluss." silvia-hintermann-huser.ch







Wein des Monats - November 2016


2012, Cicero Pinot Noir „Alte Reben“


Helles Granat. Pinot-Duft in Reinkultur: Sauerkirschen, Himbeeren, Blutorangen und ein Hauch Cassis. Am Gaumen sehr weicher Auftakt, dann breitet sich der Wein aus, auch hier ausladende Pinot-Frucht, dazu eine feine Würze. Eher leichter Körper, gute Struktur mit reifen Gerbstoffen und einer saftigen Säure. Im Abgang langanhaltend, endet stimmig auf Blutorangen. Ein Pinot-Noir wie aus dem Bilderbuch für Menschen, die Eleganz suchen. Jetzt bis 2022. 18 vvPunkte (90/100).


2012, Cicero NO π NO


Und weil Pinot eben nicht allen gefällt und Cicero auch andere Trauben anbaut (Dornfelder, Merlot, Cabernet Sauvignon), gibt’s ausnahmsweise auch den NO π NO. Strahlendes Rubin. In der Nase krautig, dunkelfruchtig und tief, Süssholz, Veilchen, dazu Kastanien und Zitronenthymian. Saftiger Auftakt, Aromen von Holunder und reifen Brombeeren, solide Struktur, fein verwobene Gerbstoffe und gut integriertes Holz. Mittellanger, saftiger Abgang. Jetzt bis 2021, 17.5 vvPunkte (88/100).


2015, Sattlerhof Sauvignon Blanc "Gamlitzer"


Helles Gelb, schöner Glanz. Die Nase sortentypisch, intensiv duftend, da sind Stachelbeeren sowie viele exotische Früchte wie Ananas, Mango und Passionsfrucht, dazu Holunderblüten und frisch geschnittenes Gras, sehr verspielt, angenehm komplex aber ohne zu überfordern. Am Gaumen äusserst frisch im Auftakt, sehr präzise Frucht, auch hier dominieren exotischen Aromen, dazu nehme ich grüne Trauben wahr, welche mich an Verjus erinnern. Am mittleren Gaumen gradlinig, rein und ungemein saftig, die Säure stützt das vibrierende Fruchtpaket, verleiht ihm genügend Struktur und viel Frische. Im Abgang von guter Länge, endet leicht salzig. Das ist ein Archetyp eines modernen, zugänglichen und trinkanimierenden Weins aus der Sorte Sauvignon Blanc. Er eignet sich ideal als Apéro-Wein, hat aber genügend Struktur und Fülle, um auch leichte Speisen zu begleiten. Jetzt bis 2022 geniessen, 17.5 vvPunkte (88/100).





Künstler im November 2016: Thomas Naundorf

Hinter jedem Gegenstand, hinter jedem Mensch, Gedanken, Schicksal, Geschichte, Bewegung, Stille, Sehnsucht - die Liste ist unendlich - steht noch etwas. Etwas, das wir nicht sehen aber vielleicht spüren oder erahnen. Thomas Naundorf probiert Ungesehenes in seinen Bildern festzuhalten: flüchtige Momente, Oberflächen, Strukturen, Muster, Gegensätze und Farben die in der Hektik des Alltags übersehen werden und untergehen. Oder er lässt Neues entstehen. Und hinter den Bildern steht noch ein Bild, eine Geschichte die gesehen werden will und Teil unserer Realität ist. Die Titel der Bilder widerspiegeln das Thema. thomasnaundorf.com



Unison behind light and shadow - 150 x 100 cm (Vierfarbendruck hinter Acryl) Fr. 850.-





Wein des Monats - Oktober 2016


2014, Esprit de l`Horizon rouge, Languedoc-Roussillon


Mittleres Rubin, aufgehellter Rand. Die Nase ist offen und rotfruchtig, da sind Aromen die an Walderdbeeren und Granatapfel erinnern, dazu auch etwas Quitte, rohe, frisch aufgeschnittene Champignons, eine feine Würzigkeit, gute bis sehr gute Komplexität. Am Gaumen saftig und mit sehr fruchtbetontem Auftakt, auch hier dominieren die hellen, rotfruchtigen Aromen, ungemein frisch und klar, zu den Wildbeeren gesellen sich rote Kirschen, rosa Grapefruit, Ananas-Saft und Zitronenmelisse. Im Abgang von schöner Länge, endet stimmig auf Walderdbeeren. Der Wein hat lediglich 12.5% Alkohol und ist mit seiner markanten Säure und den moderat ausgeprägten, bereits gut eingebundenen Gerbstoffen äusserst trinkanimierend. Das ist kein Wein auf den ersten Blick, er könnte aufgrund seiner Fruchtigkeit unterschätzt werden. Beschäftigt man sich aber länger damit, erkennt man hinter seiner schlichten Schönheit viel Spannung. Klarheit multipliziert mit Präzision. Alles ist an seinem Platz, jeder Schluck macht Lust auf den nächsten. Ein Tanz durch südliche, spätsommerliche Nächte, es ist kurz nach Mitternacht, der kühle Wind hat die letzte Wärme des Tages verblasen. Kein Alleinunterhalter für ungeübte Gaumen. Aber ein Wein der vvWine-Herzen höher schlagen lässt. 18 vvPunkte (90/100)


2014, Esprit de l`Horizon blanc, Languedoc-Roussillon


Mittelkräftiges Gelb, schöner Glanz. In der Nase direkt nach dem Öffnen sehr frisch und floral mit Düften von Jasminblüten, Rosen und Fenchelkraut, dahinter Limonen, Williamsbirne und etwas Tomate, Honig, Rosmarin sowie ein Hauch von Zimt, ein äusserst spannendes, sehr komplexes Aromenspiel. Im Auftakt straff und schlank, wieder deutlich Limonen und es zeigt sich auch die Williamsbirne, dazu etwas Banane. Am mittleren Gaumen breitet sich der Wein aus, zeigt mehr und mehr Körper und viel Schmelz, gute Struktur, saftige, frische Frucht und eine hervorragende Säure. Im Abgang von sehr guter Länge, endet mit einer anregenden Salzigkeit. Ein hervorragender Südfranzose der mit seiner grossen Frische einen willkommenen Kontrapunkt zu den vielen überreif geratenen und breiten Weissweinen aus südlichen Regionen macht. Er besticht weniger durch seine Kraft als vielmehr durch seine grosse Finesse und seine stetige Veränderung mit Zeit und Luft im grossen Glas. Mit lediglich 12% Alkohol ist der Wein sehr bekömmlich und eignet sich sowohl als Apéro-Wein als auch als Essbegleiter zu leichten Speisen. 17.5 vvPunkte (89/100).





Künstler im September 2016: Wolfgang Heilgendorff

Die Welt, wie die Meisten von uns sie wahrnehmen, ist farbig. Das hier gezeigte Bild entstand im Frühjahr 2014 im Südwesten der USA. Die Schönheit der Natur ist atemberaubend. Durch die nachträgliche Bearbeitung hat der Fotograf die Sicht auf das Wesentliche erhöht. Strukturen erscheinen im Licht als geschnittene Silhouetten und Himmel wie Wolken legen sich darüber. Am Ende des Prozesses entstanden Bilder, die einem Traum entsprungen sein könnten. Wolfgang Heilgendorff hat sich mit seinem fotografischen Werk der Welt in Schwarzweiss verschrieben. Die Bilder entstehen in Farbe und werden einem langen Prozess des neuen Sehens unterzogen. heilgendorff.ch



Schwarzweisse Sichten - 100 x 75 cm (Druck auf Leinwand) Fr. 350.-





Wein des Monats - August 2016


2014, Dönnhoff, Tonschiefer, Riesling Trocken


Mittleres Gelb, jugendlicher Glanz. In der Nase sofort da, offen, duftig mit Noten von Pfirsich, Zitronen, Limetten, getrockneten Gräsern und etwas Lavendel, gute Komplexität. Der Gaumen beginnt straff und sehr gradlinig, wieder Noten von Zitrusfrüchten, dazu grüner Apfel und helle Sultaninen, die Säure ist lebendig, verleiht dem Wein eine gute Struktur und macht ihn unglaublich saftig. Im Abgang von sehr schöner Länge, endet auf eine angenehme Bitternote die an weisse Grapefruit erinnert. 17.5 vvPunkte (88/100), jetzt bis 2020 geniessen. Dieser Basisriesling von Dönnhoff skizziert an, was in den ganz grossen Weinen dieses grossartigen Produzenten schlummert. Trotz seines bescheidenen Preises zaubert der Wein all jene Elemente ins Glas, die ich am Riesling so schätze: Struktur, Frucht, Frische, Eleganz und eine grosse Bekömmlichkeit.


2010, Selvanova, Vigna Antica, Aglianico, Terre del Volturno


Kräftiges Rubin, ganz leicht aufgehellter Rand. Die Nase anfangs noch etwas verhalten, der Wein braucht Luft. Mit der Zeit rauchige, mineralische Noten, angebranntes Holz, dunkle Kirschen, schwarze Oliven, Pflaumen, Blaubeeren, Gewürze, sehr gute Komplexität. Am Gaumen weicher Auftakt, beginnt vollmundig mit vielen dunklen Beeren, wird dann aber immer leichter, fruchtiger und saftiger, da ist eine sehr solide Struktur mit merklich Gerbstoff und einer frischen Säure. Im Abgang von mittlerer Länge, endet fruchtbetont und mit einer anregenden Mineralik. 18 vvPunkte (90/100), Jetzt bis 2023 geniessen und idealerweise mit 16 bis 17 Grad ausschenken. Dieser kräftige aber ganz und gar nicht breite Wein aus der in Süditalien beheimateten Sorte Aglianico verbindet Kraft, Saftigkeit und würzige Frische. Trotz hoher Dichte wirkt der Wein nicht schwer sondern tänzerisch leicht und ungemein trinkanimierend. Nachdem die Sonne abends hinter dem Horizont verschwunden ist, begleitet dieser Wein ein saftiges Stück Fleisch auf Rucola-Salat oder in grobe Stücke geschnittenes Gemüse vom Grill. Viva Italia!





Künstlerin im August 2016: Andrea Capol

Ihre Werke zeichnen sich durch ausdrucksstarke Farb- und Form-Kombinationen aus. Sie bedient sich verschiedenster Maltechniken, die sie in diversen Weiterbildungen sowie durch autodidaktisches Schaffen, welches sie sich angeeignet hat. Jedes ihrer Gemälde steht für ein persönliches Erlebnis aus dem Alltag oder zeugt von starken persönlichen Eindrücken, die ihre vielen Reisen prägten.. Diesen Momentaufnahmen verleiht sie mit ihrer aufwendigen Technik Struktur und Tiefgang – Schicht für Schicht, bis das Werk perfekt ist. capolart.com



Leichtigkeit des Seins - 150 x 200 cm (Acryl und andere Medien auf Leinwand) Fr. 6800.-





Künstlerinnenduo im Juli 2016: Müller Tauscher

Rahel Arzi *1975 und Melanie Tauscher *1973 bilden seit 1998 das Künstlerinnenduo Müller Tauscher. Malerei, Installations- und Objektkunst im Bereich Kunst am Bau sind Schwerpunkte ihrer Arbeiten. muellertauscher.ch



«Le déjeuner toute nue»

Die Tasse schwitzt und zieht ihren Pelz aus. Müller Tauscher wünscht allen eine schöne Sommerzeit mit einer Hommage an Meret Oppenheim.





Wein des Monats - Juni 2016


2014, Maison du Moulin, Chardonnay


Mittelkräftiges Goldgelb, schöner Glanz. In der Nase anfangs noch verhalten, mit etwas Luft intensiver Duft nach getrockneten Gräsern, Zitrone, Pfirsich, grüne Melone sowie Apfel, gute Komplexität und dank Stahltankausbau sehr delikat, ohne jegliche Holzaromen. Am Gaumen weicher Auftakt, dann breitet sich der Wein aus, da ist eine sehr saftige Frucht, Aromen von Zitronen, grünem Apfel sowie ein Hauch rosa Grapefruit, dazu gesellt sich eine anregende Würze. Der Wein hat eine gute Struktur, die Säure ist knackig und unterstützt die Fruchtaromen, keinerlei Alkoholdominanz, sehr frisch und ungemein trinkanimierend. Im Abgang langanhaltend und sehr frisch. Das ist ein Chardonnay wie aus dem Bilderbuch. Schnörkellos, gradlinig und sehr fruchtbetont. Da der Weine keinen biologischen Säureabbau gemacht hat bleibt er von A-Z wunderbar saftig und frisch. Ideal für heisse Sommertage. Eignet sich als Apérowein oder als Essbegleiter von leichten Speisen. 17.5 vvPunkte (88/100). Jetzt bis 2020 geniessen.


2015, Maison du Moulin, Gamay - Gamaret


Mittleres Rubin, leicht aufgehellter Rand. Die Nase gleich nach dem Öffnen intensiv, fruchtbetont mit Noten von Erdbeeren, Himbeeren und roten Kirschen, dazu ein Duft der an helles, getrocknetes Leder und an vom Sommerregen benetzte, heisse Steine erinnert, gute Komplexität. Am Gaumen beginnt der Wein fruchtig aber straff, die Frucht ist unglaublich saftig, breitet sich langsam im Mund aus, spielt mit der Zunge, da sind wieder Aromen von Himbeeren und roten Kirschen, ein konzentriertes Fruchtbündel, knackig und sehr frisch. Man schmeckt die für die Westschweiz (und das Beaujolais) typische Sorte Gamay heraus, der Gamaret verleiht dieser Assemblage zusätzlich etwas Körper und eine feine Würze. Eher leichter Körper, solide Struktur, straff und doch bereits zugänglich mit feinen, gut eingebundenen Gerbstoffen sowie einer knackigen Säure. Die nur 12.5% Alkohol passen ins Gesamtbild, denn dieser Wein ist enorm bekömmlich. Im Abgang von guter Länge; kaum ist der Wein am Gaumen weg hat man Lust auf einen nächsten Schluck. Das trinkt sich mit oder ohne Essen wunderbar. Unbedingt kühl servieren! Auch wenn’s nicht ganz 30 Grad hat lieber aus dem Kühlschrank als mit 24 Grad Zimmertemperatur. 17 vvPunkte (87/100). Jetzt bis 2020 geniessen.


2013, La Maison du Moulin, Lily Rosé Origine


Mittelkräftiges Rosa, Kupferreflexe. In der Nase feinduftig und für einen Rosé überraschend tief. Da sind einerseits feine Fruchtnoten, die an Himbeeren, Pfirsich und getrocknete Quitte erinnern, andererseits überzeugt er auch durch eine steinige, kühle Mineralik sowie einen zarten Jasminblütenduft. Auch hat er ein enorm frisches und verspieltes Bouquet, und ist sehr anregend und komplex. Am Gaumen beginnt der Wein mit einer zarten Himbeerfrucht, dann breitet er sich aus, wird weich, samtig und zeigt dazu eine schöne Cremigkeit, zur Himbeerfrucht gesellen sich Aromen von rosa Grapefruit und nicht ganz reifen Walderdbeeren. Da ist auch eine solide Struktur mit saftiger Säure und perfekt integriertem Alkohol. Im Abgang bleibt der Wein rund eine Minute lang und entwickelt dabei eine spannende Salzigkeit. Dieser Rosé ist alles andere als banal und kitschig, vielmehr ist er ein richtig nobler Sommerwein. Er eignet sich als Apéro oder aber zur Begleitung von leichten Gerichten wie Salaten oder einheimischem Fisch. 17.5 vvPunkte (88/100). Jetzt bis 2018 geniessen.





Wein des Monats - Mai 2016


Weisswein: 2015, Eichinger Birgit, Grüner Veltliner "Wechselberg"


Kräftiges Gelb, schöner Glanz. Die Nase sehr sortentypisch, würzig, tief und wunderbar komplex. Da sind Noten von gelben Früchten, Lindenblüten, Bergamotte, Muskatnuss sowie getrocknetem Oregano. Am Gaumen beginnt der Wein sehr weich. Dann breitet er sich aus, hier ist viel Kraft im Spiel, sehr vollmundig und körperreich mit Aromen von Bergamotte, reifem Pfirsich sowie etwas Mango. Der Wein hat am mittleren Gaumen sehr viel Schmelz, eine gute Struktur mit mässig ausgeprägter Säure. Im Abgang sehr langanhaltend, endet auf eine leicht salzige Note. Das ist ein sehr authentischer, komplexer Grüner Veltliner, der sich als Essbegleiter eignet. Durch seine Kraft ist er gerade in der Spargelzeit ein idealer Begleiter von Spargelgerichten. Selbst wenn der Spargel mit einer fetten Bernaise- oder Hollandaise-Sauce gereicht wird, kann dieser Wein Paroli bieten. 18 vvPunkte (91/100). Jetzt bis 2023.

Rotwein: 2011, Losada Vinos de Finca, Losada


Sehr dichtes Bordeauxrot, im Kern fast schwarz. Tiefe, mineralische Nase, Massen an dunklen Beeren, Brombeeren, Heidelbeeren auch Kirschen, dazu eine feine Würze, kühler Rauch, sehr komplex. Der Gaumen beginnt straff und saftig, da ist ein sehr dichtes aber ganz und gar nicht plumpes Fruchtbündel, wieder dunkle Beeren, schwarze Kirschen und Pflaumen, das ist ungemein saftig mit einer sehr gut integrierten Säure, feinen Gerbstoffen und perfekt eingebundenem Alkohol. Der Wein ist noch jugendlich und etwas ungestüm, doch er hat eine hervorragende Struktur die ihm ein langes Leben ermöglicht. Im Abgang langanhaltend, steinig und mit viel Präzision. Kein Kuschelspanier für harmonische Stunden vor dem Cheminéefeuer. Nein, das ist ein niveauvoller und doch bezahlbarer Essgebleiter mit Charakter. Passt zu kräftigen Gerichten aber auch Pasta oder Hartkäse. Aktuell profitiert der Losada von Luft. Ca. 2h vor dem Essen öffnen und idealerweise karaffieren. Jetzt bis 2026, 18.5 vvPunkte, (92/100).